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Präsenz auf internationalen Märkten

25.01.2013

Deutsche Lebensmittel und Agrarprodukte besitzen weltweit einen guten Ruf.

Food - Made in Germany erfreut sich wachsender Beliebtheit: der deutsche Außenhandel mit Agrar- und Ernährungsgütern wuchs in 2011 um 8,3 % gegenüber dem Vorjahr, die deutsche Ernährungswirtschaft erlöst schon heute jeden vierten Euro im Export.

„Made in Germany“ steht dabei für Qualität und Nachhaltigkeit, unsere Lebensmittel werden heute auch – um die wichtigsten Destinationen zu nennen – in den europäischen Partnerländern, in Russland, der Schweiz und den USA geschätzt. Eine kaufkräftige Bevölkerung wächst zudem in Asien und Südamerika heran, gute Chancen gibt es in Osteuropa – diese Märkte zu erschließen, sichert Arbeitsplätze und Einkommen in Deutschland, ist aber für ein mittelständisches Unternehmen keine einfache Aufgabe.

 „Food Made in Germany“ ist deshalb auch der Name eines Vereins, der deutschen Unternehmen der Ernährungswirtschaft Hilfestellung bei der Erschließung der Exportmärkte, der Entwicklung eines Exportmarketingkonzepts und der Zusammenarbeit mit den Trägern der Exportförderung der Bundesregierung anbietet. „Food Made in Germany“ – das sind 17 mittelständische Hersteller von Qualitätslebensmitteln, von „agrarfrost“ über „MEICA“ bis hin zur „XOX Gebäck GmbH“ – um einige Namen zu nennen, die in einer besonderen Beziehung gerade zu Niedersachsen stehen: sie sind in Niedersachsen ansässig. Andere Bundesländer haben aber natürlich auch schöne Unternehmen, und „Food Made in Germany“ steht – nomen est omen – selbstverständlich allen deutschen Unternehmen offen.

„Food Made in Germany“ nutzte jetzt Haus und Garten der niedersächsischen Landesvertretung für ihre Mitgliederversammlung, eine Interessentenveranstaltung mit Info-Börse und einen lauschigen Grillabend. Nach einleitenden Worten von Steffen Hengstenberg, Vorstandsvorsitzender von Food Made in Germany, und einer Präsentation, wer und was Food Made in Germany e.V. ist und welche Ziele es verfolgt, ging es bei der Interessentenveranstaltung um internationale Märkte, heiße Trends in den USA und die konstruktive Zusammenarbeit mit Distributeuren. Der Warenexport ist gerade für mittelständische Unternehmen noch immer der nächstliegende Weg ins Ausland.

Im zweiten Themenblock „Kooperationen weltweit“ gab Michael Keßler vom BMELV einen Überblick über aktuelle Entwicklungen internationaler Handelsabkommen Food aus deutscher Perspektive. In seinem Vortrag spannte er einen weiten Bogen über internationale Handelsabkommen – von der WTO bis hin zu den Verhandlungen mit dem Mercosur.

Carsten Schmitz-Hoffmann von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zog die Zuhörer durch ein eloquent vorgetragenes Kooperations- Angebot in seinen Bann. Die GIZ biete Konzepte für Kooperationen mit Rohstofflieferanten in Entwicklungs- und Schwellenländern, bei denen es u.a. auch um Nachhaltigkeit, Rückverfolgbarkeit und tragfähige Gesellschaftsmodelle geht. „Food Made in Germany“ scheint, wie der Moderator durchblicken ließ, hier schon im Geschäft zu sein.

Praxisrelevant zweifelsohne war der abschließende „Elevator pitch“, der einer Handvoll spezialisierter Dienstleister jeweils fünf Minuten Zeit gab, das, was sie den exportwilligen Unternehmen zu bieten haben, zu umreißen. Was davon bleibt im Kopf? Wohl auf jeden Fall das Statement, das Dr. Jan de Graaf von German Food Asia in fließendem Chinesisch eröffnete und damit bewies, dass er mit beiden Füßen im Zielland steht und dort verhandlungsfähig ist.